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Depressionen

Volkskrankheit „Depression“

Wie kann eine Depression erkannt werden und wie wird sie behandelt.

Depressionen sind längst eine Volkskrankheit, von der rund vier Millionen Deutsche betroffen sind. Einige leiden im Verborgenen, andere gehen offen mit ihrer Krankheit um. Auch Prominente wie Sebastian Deisler, Robbie Williams und Brigitte Bardot haben sich öffentlich zu ihrer Krankheit bekannt.


Wie häufig tritt eine Depression auf?

Häufigkeit des Auftretens (epidemiologische Daten nach M.
Schätzungsweise 5% der Allgemeinbevölkerung leiden zu einem bestimmten Zeitpunkt an
einer Depression. In Deutschland sind das circa vier Millionen Menschen. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl steigend. Bezogen auf die Lebenszeit erkranken ca. 26% der Frauen und ca. 14% der Männer an einer Depression.

Welche Risikofaktoren gibt es für eine Depression?

• Depressive Erkrankungen in der Herkunftsfamilie (genetische Disposition)
• weibliches Geschlecht (Frauen erkranken etwa doppelt so häufig)
• Personen ohne vertrauensvolle persönliche Beziehungen (z.B. allein lebend ohne soziale Bezüge)
• belastende Lebensumstände (insbesondere, wenn keine Erholung zwischen belastenden Ereignissen eingetreten ist)
• eine gewisse Häufung ist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zu beobachten


Welche Anzeichen gibt es für eine Depression?

Zwei hinweisgebende Fragen mit hoher Aussagekraft bieten sich für den ersten Blick auf eine mögliche Depression an:

1. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos?
2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?


Typische psychische Symptome einer Depression

  • Traurigkeit
  • Interesselosigkeit
  • Freudlosigkeit
  • Energielosigkeit
  • Mutlosigkeit
  • Hilflosigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Angstzustände
  • Zwänge
  • Reizbarkeit
  • Innere Unruhe
  • Empfindsamkeit
  • Denk- und Konzentrationsstörungen
  • Grübelneigung
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Schuldgefühle
  • Beziehungsstörungen

Typische körperliche Symptome einer Depression

  • Schlafstörungen
  • Appetitstörungen
  • Kopfdruck
  • Atembeschwerden
  • Herzbeschwerden
  • Kreislaufstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schmerzen verschiedener Lokalisation (z.B. Schultern, Nacken)
  • Generalisierte Schmerzen
  • Allgemeine Schwäche und Erschöpfung
  • Körperliche Missempfindungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen (z.B. Libidoverlust)
  • Reduzierte Vitalität
  • Leibgefühlsstörungen
  • Veränderung des Körpergewichtes
  • Störungen der Tränen- und Schweißsekretion


Therapie einer Depression

Ab einer mittelschweren Depression bietet sich eine medikamentöse Therapie und/oder eine Psychotherapie an. Eine medikamentösen Therapie kann z.B. mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) durchgeführt werden, daneben ist die Kognitive Verhaltenstherapie eine anerkannte und effektive Behandlungsmethode.

Ziele der kognitiven Verhaltenstherapie:

  • Problembereiche identifizieren
  • individuelle gedankliche (kognitive) Blockaden oder Irrtümer erkennen
  • gedankliche Alternativen entwickeln, prüfen und ausprobieren
  • bisherige Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen in Frage stellen
  • sowie andere Muster in Form von Übungen ausprobieren

  • Problembereiche identifizieren
  • individuelle gedankliche (kognitive) Blockaden oder Irrtümer erkennen
  • gedankliche Alternativen entwickeln, prüfen und ausprobieren
  • bisherige Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen in Frage stellen
  • sowie andere Muster in Form von Übungen ausprobieren

  • Problembereiche identifizieren
  • individuelle gedankliche (kognitive) Blockaden oder Irrtümer erkennen
  • gedankliche Alternativen entwickeln, prüfen und ausprobieren
  • bisherige Lebensgewohnheiten und Lebenseinstellungen in Frage stellen
  • sowie andere Muster in Form von Übungen ausprobieren


Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie:

  • Darstellung des Zusammenhangs zwischen Stimmung – Denken – Fühlen (Korrektur des vorrangig negativ ausgerichteten Denkens)
  • Aktivitätsaufbau
  • Verbesserung sozialer Fertigkeiten
  • Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Verbesserung von Problemlösefähigkeiten
  • Veränderung gedanklicher Verzerrungen (z.B. Alles-oder-Nichts-Denken, übertriebene Verallgemeinerungen, Dinge persönlich nehmen, voreilige Schlussfolgerungen usw.)

Wichtig:
Nur wenn eine innere Bereitschaft zur aktiven Veränderung mit in die Behandlung eingebracht wird, kann die Therapie langfristig erfolgreich sein.

Nicht die Dinge an sich sind schlecht, sondern die Sichtweise der Dinge!