Jede Nervenzelle und jeder Nervenzellverbund im Gehirn kann „epileptisch“ werden. In diesem Teil des Gehirns werden unvermittelt ganze Gruppen von Nervenzellen gleichzeitig aktiv und senden Signale aus, die in den betreffenden Körperteilen ganz unterschiedliche Folgen auslösen können, beispielsweise Muskelkrämpfe.
Bestimmte Vorschädigungen wie ein vorangegangener Schlaganfall, Hirnblutungen, Gehirnentzündungen, Gehirntumore, Missbildungen an den Blutgefäßen, unfallbedingte Hirnschädigungen und Störungen des Stoffwechsels können das Auftreten von Schlaganfällen begünstigen.
Oft ist keine klare Ursache für die Epilepsie erkennbar. Vermuten wir eine erbliche Ursache oder ist diese bereits nachgewiesen, sprechen wir von „idiopathischer“ Epilepsie. Deuten Beginn und Begleitumstände der Erkrankung eher auf eine symptomatische Ursache hin, ohne dass diese beim Betroffenen gefunden wurde, sprechen wir von „kryptogener“ Epilepsie.
Die meisten Anfälle sind nach ein bis zwei Minuten wieder vorüber. Während des Anfalls können die unterschiedlichsten Symptome auftreten:
- Bewusstseinstrübung bis zum Bewusstseinsverlust
- Fehlwahrnehmungen der Sinnesorgane („Aura“): Sehstörungen, seltsamer Geschmack im Mund, Wahrnehmung von merkwürdigen Gerüchen
- Schwindel
- Kribbeln in den betroffenen Körperpartien
- Gefühl von Übelkeit und Unwohlsein in der Bauchregion
- auffällige Muskelbewegungen: Zuckungen, Krämpfe, unwillkürliche Körperdrehungen, unwillkürliche Laute
- Wahrnehmungsstörungen wie Trugwahrnehmungen (Halluzinationen)
- geistige Abwesenheit bei gleichzeitigem Innehalten in der Bewegung (Absencen)