Post Covid Reha

Post-COVID-Rehabilitation

Wir behandeln Sie, wenn Sie nach einer überstandenen Corona-Infektion unter körperlichen und psychischen Beschwerden leiden.

Post-COVID-Syndrom: Spezielle Reha für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer COVID-19-Infektion

In unserer Klinik in Soltau in Niedersachsen bieten wir spezielle Post-COVID-Rehabilitationen. Wir behandeln Menschen, die nach einer COVID-19-Erkrankung mit Spätfolgen zu kämpfen haben. Dabei legen wir Wert auf eine ganzheitliche und fachübergreifende Therapie, in der wir sowohl die körperlichen als auch die psychischen Beschwerden im Blick haben.

Standortübergreifend hat MEDICLIN ein interdisziplinäres Post-COVID-Reha-Programm für die stationäre Rehabilitation entwickelt.

Welche COVID-19-Langzeitfolgen auftreten können

Eine COVID-19-Erkrankung kann vielseitige Auswirkungen auf Körper und Psyche haben. Wenn diese Symptome auch nach einer überstandenen COVID-19-Infektion anhalten, spricht man von einem Post-COVID- bzw. Long-COVID-Syndrom. Die Begriffe werden oft als Synonyme benutzt.

  • Long COVID bezeichnet Beschwerden, die vier bis zwölf Wochen nach Beendigung der akuten Infektion auftreten. Die Patient*innen sind von einer Corona-Infektion genesen, haben also keine nachweisbaren Coronaviren mehr in ihrem Körper. Sie leiden aber an Beschwerden aufgrund der vorangegangenen Infektion. 
  • Post-COVID bezeichnet Beschwerden, die über einen längeren Zeitraum als zwölf Wochen nach der Infektion fortbestehen oder neu auftreten.

Häufige Symptome sind:

  • Reduzierte Belastbarkeit, Fatigue und belastungsinduzierte Symptomverschlimmerung (postexertionelle Malaise, PEM) 
  • (neuro)kognitive Symptome, z. B. Konzentrations-, Gedächtnis- und/oder Störungen des planerischen Denkens oder der Sprache (Wortfindungsstörungen)
  • Atemnot und Husten
  • Schmerzen der Muskulatur, sonstige Weichteilschmerzen und Missempfindungen, vornehmlich in Füßen und Beinen, aber auch den Händen und Armen
  • Vorübergehender Verlust des Geruchs- und Geschmacksempfindens

Viele Patient*innen leiden darüber hinaus unter anhaltenden seelischen und psychischen Belastungen, die in einigen Fällen in Posttraumatischen Belastungsreaktionen münden. Mögliche Ursachen:

  • Erfahrungen aus intensivmedizinischen Behandlungen
  • Isolierungsmaßnahmen, die als belastend oder überfordernd wahrgenommen wurden
  • zum Teil erhebliche Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach einer akuten Erkrankung/persistierende Einschränkungen
  • Sorge um den Arbeitsplatz, Kurzarbeit oder die Aufgabe, eine schwierige familiäre Situation, einschließlich Kinderbetreuung, organisieren zu müssen

Erfahren Sie mehr über mögliche Corona-Spätfolgen

Wie wir das Post-COVID-Syndrom in der Reha behandeln

In der neurologisch ausgerichteten Therapie des Post-COVID-Syndroms geht es darum, die Krankheitssymptome bestmöglich zu bewältigen und zu therapieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie sich körperlich regenerieren und wieder am Alltagsleben teilhaben können. Außerdem bieten wir Unterstützung bei der Bewältigung möglicher psychischer Folgen.

Spezifische Ziele in der Behandlung von neurokognitiven Beschwerden sind:

  • Objektivierung kognitiver Leistungseinbußen und Abgrenzung zu subjektiven kognitiven Beschwerden ohne objektivierbare kognitive Leistungsminderung, wie sie häufiger bei Personen mit emotionalen Belastungen (Depressivität, Ängste, posttraumatische Belastungsstörungen) beklagt werden
  • Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit
  • Funktions- und Teilhabeverbesserungen/Erstellung eines individuellen Behandlungsplans für kognitive Defizite, der sich auf die Funktion, die Behinderung und die Rückkehr zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben konzentriert und dadurch
  • Verbesserung der Lebensqualität

Spezifische Ziele in der Behandlung von körperlichen Beschwerden sind:

  • körperliche Leistungsfähigkeit, Kraft , Kondition und Fitness verbessern
  • über Symptome informieren und die Patient*innen im Umgang mit den Symptomen schulen
  • körperliche Beeinträchtigung mit gezieltem Training reduzieren, um so Vertrauen in die eigene körperliche und seelische Belastbarkeit zurückzugewinnen
  • Beeinträchtigungen durch darüber hinaus bestehende Organkomplikationen lindern, einschließlich von Störungen sensibler oder motorischer Nerven

Spezifische Ziele in der psychotherapeutischen Behandlung sind:

  • die akute Krankheit und ggf. fortdauernde Folgen bewältigen und Lebensqualität fördern
  • die seelische Situation stabilisieren
  • den Patienten im Umgang mit Stress in Belastungssituationen schulen, z. B. in Form von Entspannungsverfahren
  • negative Affekte wie Depression, Angst, Panik vermindern
  • Selbstwahrnehmung und Selbstwertgefühl verbessern, Selbstmanagement schulen
  • Balance und Ausgeglichenheit erreichen
  • Strategien zur Krankheitsbewältigung erlernen

In der Post-COVID-Therapie berücksichtigen wir die Therapieziele, die wir gemeinsam mit Ihnen anhand Ihrer Erkrankungssymptome abstimmen. Wir erstellen außerdem einen Nachsorgeplan, der die nahtlose Überleitung in die ambulante Behandlung gewährleistet.

Diagnostik

Nach einer ärztlichen Aufnahmeuntersuchung erfolgt die pneumologisch-internistische, neurologische und neuropsychologische sowie psychologische Diagnostik.

  • Neurologische Diagnostik: In unserer neurologischen Abteilung messen wir u. a. bei Verdacht auf Schäden der Nerven/der Muskulatur die Leitungsfähigkeit der Nerven und passen die Therapie ggfs. entsprechend an.
  • Neuropsychologische Diagnostik: umfassende neuropsychologische Testung, u. a. in den Bereichen Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis, Sprache, Exekutivfunktionen, visuell-räumliche Fähigkeiten
  • Psychologische Diagnostik: Wir suchen nach stressbezogenen psychischen Erkrankungen wie Traumafolgestörungen (Posttraumatische Belastungsreaktion), Erschöpfungssituationen oder Angsterkrankungen im Kontext mit der Corona-Pandemie oder einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus.

Therapie

Je nach Schwerpunkt und Art der Symptome und der Rehabilitationsziele legen wir gemeinsam mit Ihnen einen Therapieplan fest. Zu den Elementen der Rehabilitation bei einem Long-COVID-Syndrom zählen u. a.:

  • neuropsychologische Therapie: Einbezug von funktionsorientiertem Training, die Anpassung von Kompensationsstrategien und Verhaltensaspekte im Umgang mit kognitiven Leistungsminderungen, z. B. durch die Schulung der Wahrnehmung von Pausenbedarf und die Erarbeitung eines angepassten Pausenmanagements (Pacing)
  • Atemmuskeltraining, Atemphysiotherapie, Reflektorische Atemtherapie
  • Ausdauertraining, Krafttraining, Körperliches Training
  • Sensibilitätstraining der Nerven bei Beeinträchtigung der Sensibilität
  • Intensive psychologische Begleitung bei Posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und fortbestehenden Ängsten. Wir unterstützen die Patienten dabei, die oben genannten spezifischen Ziele in der psychischen Behandlung zu erreichen.
  • Geruchs- und Geschmackstraining nach vorangegangener Testung

Sozialberatung

Unser Sozialdienst berät und unterstützt in sozialmedizinischen Fragen und bei beruflichen oder privaten Problemlagen. So können wir Ihnen während des Aufenthaltes eine Perspektive aufzeigen und gemeinsam daran arbeiten, wie es nach der Reha weitergeht und wie Sie wieder besser im Alltag zurechtkommen.

Post-COVID-Reha beantragen

Wenn Sie nach einer COVID-Erkrankung unter anhaltenden Beschwerden wie z. B. Müdigkeit, Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Atemnot oder Depressionen leiden sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um eine Reha zu beantragen. Die Post-COVID-Reha kann nach einem Krankenhausaufenthalt als Anschlussheilbehandlung (AHB) /Anschlussheilrehabilitation oder ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt als Heilverfahren (HV) / LMR (Leistung zur medizinischen Rehabilitation) beantragt werden. Kostenträger sind die Deutsche Rentenversicherung, die Krankenkassen sowie die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Wie Sie eine Long-COVID-Reha beantragen: Eine Anleitung in 6 Schritten

Auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung (DRV) finden Sie weitere Informationen.

Post-Covid-Check-Siegel

Wir erfüllen die Anforderungen des Post-Covid-Siegels des Rehaportals qualitaetskliniken.de.

Weitere Informationen zum Download

Wer Sie behandelt

Stilisiertes grünes Person-Symbol mit kurzen Haaren und V-förmigem Kragen auf hellgrünem Hintergrund

Dr. med. Alfons Meyer

Chefarzt der Fachklinik für neurologische Rehabilitation

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Dr. med. Christian Bartling

Leitender Oberarzt der Fachklinik für neurologische Rehabilitation

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Goran Cirica

Oberarzt der Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation

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Tünde Kozma

Oberärztin der Klinik für neurologische Rehabilitation

Dr. med. Matthias Merkel

Dr. med. Matthias Merkel

Oberarzt der Fachklinik für neurologische Rehabilitation und der Fachklinik für Geriatrie

Wie Sie uns kontaktieren können

Katrin Feldt
Katrin Feldt

Sekretariat der Klinik für neurologische Rehabilitation

MEDICLIN Klinikum Soltau

Anne-Katrin Wegener
Anne-Katrin Wegener

Bettendisponentin

MEDICLIN Klinikum Soltau